Archiv der Kategorie: Beiträge

Zwei Reporter, ein Mikrophon: Wissenschaft als Radioabenteuer

Warum ich die WDR5-Reportagereihe Leo2Go liebe.
Und was man von ihr lernen kann. Tipps vom Macher Michael Lange.

Zwischen gackernden Hühnern und blutigen Hirschhäuten, mal die Nase an gammligen Küchenabfällen, dann Auge in Auge mit einem Wal: Michael Lange und Martin Winkelheide sind Wissenschaftsreporter mit Hang zum Abenteuer. Denn am liebsten gehen sie dahin, wo Wissenschaft und Technik Herzklopfen machen. Und dann reden sie drüber. Mit Experten. Vor Ort. Spontan. Sehr Alltagsnah. Sie lassen sich zeigen, wie „genau was geht“ und „wie man was macht“ – ein bisschen wie „Sendung mit der Maus“ für Erwachsene und für die Ohren.

Wal - oder O-Ton-Fang? Leo2Go interessiert sich für beides (Foto: Anke Westermann)

Wal- oder O-Ton-Fang? Leo2Go interessiert sich für beides (Foto: Anke Westermann)

Das Schönste dabei: Immer hat man als Hörer das Gefühl, der Leidenschaft zu lauschen, dabei zu sein, was mitzuerleben. Wie Leo2Go das schafft, wollte ich von Macher Michael Lange wissen. Hier seine Antwort:

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Eingeordnet unter Beiträge, Best Practice

„Ich kling‘ gar nicht wie ich!“

Warum klingen Anfänger-Beiträge oft unpersönlich und hölzern?
Und wie macht man’s besser?

Tipps zum richtigen Sprechen und Texten.

„Boah. Das klingt, als wär das gar nicht ich!“ Maxi Konang war irgendwie unzufrieden. Dabei hatte sie grade ihr erstes Stück fürs Uniradio abgeliefert – einen Beitrag über die „Leobots“, eine Truppe von Roboterfreaks und Techniktüftlern.

https://radiomachen.files.wordpress.com/2013/01/maxi-konang-beitrag-zur-besprechung.mp3″

Aber was ist da bloß mit ihrer Stimme? Und wieso klingt das alles so unnatürlich streng und hölzern? Eben gar nicht wie sie selber. Maxi war ratlos und hat um Tipps gebeten.
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Eingeordnet unter Beiträge, Sprache, Sprechen

Mikro hinhalten reicht nicht.

(Gute) O-Töne sammeln, ist anspruchsvoller als man denkt.
Das wissen jetzt auch die Radioanfänger aus meinem Einsteigerkurs an der Uni Tübingen. Ihre Erfahrungen. Meine Tipps.

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Wie klingt (D)eine Stadt?

Eine einfache Radio-Übung zum Nachmachen.

Was ist eigentlich bei Dir vor der Haustüre los? Also in Deiner Stadt? Was muss man gesehen, geschmeckt, erlebt haben, wenn man Deine Stadt besucht? Und warum? Genau diese Fragen hat Sophie Knoll für ein Schulradio in Bamberg beantwortet. Natürlich FÜR Bamberg. Das Ergebnis: Ein sehr gelungenes Stadt-Portrait, das schon ziemlich professionell klingt.

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Eingeordnet unter Übungen, Beiträge, O-Töne, Schnitt, Schulradio

O-Töne sind Leben

…und Currywurst für die Ohren. Wenn man sie richtig einsetzt.
Tipps für einen jungen Radiomacher, der um Rat gefragt hat.

Als Radioreporter zur Imbissbude? Über diesen Auftrag hat Dennis, der junge Radiomacher aus Krefeld, sich sehr gefreut. Zu Recht. Denn die Imbissbudenreportage ist ein Klassiker: Da ist was los. Da treffen sich Menschen. Da brutzelt das Leben. Dennoch hat Dennis dieses Leben nur zum Teil eingefangen.

Der Grund: Die O-Töne sind zu schwach und oft zu wenig prägnant in Szene gesetzt.

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Eingeordnet unter Beiträge, O-Töne, Schnitt

Nicht nur berichten. Erzählen!

Lesetipp: „Storytelling für Journalisten“.
Damit lernen (auch) Radiomacher, wie man gute Geschichten erzählt.

Radio machen heißt Erzählen. Denn Menschen wollen Geschichten hören. Nicht Schlagzeilen. Nicht Zahlen. Nicht die blanken Fakten. Sondern Geschichten.

Nur: Was ist das eigentlich – eine gute Geschichte?

Genau das erklären Marie Lampert und Rolf Wespe in ihrem Buch „Storytelling für Journalisten“. Ein Buch mitten aus dem journalistischen Leben. Mit vielen Beispielen. Und handfesten Tipps. Zum Beispiel, wie man Kompliziertes wirklich anschaulich macht.
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Erst der Sekt? Dann der Eklat?

Warum man im Radio oft den Schluss zuerst erzählen muss und es trotzdem nicht tut. Ein Beispiel, eine Vermutung, zwei Tipps.

Damit konnte kein Mensch rechnen: Eine – an und für sich unspektakuläre – Preisverleihung endet mit einem offenbar betrunkenen Preisträger auf der Bühne. Und der heißt auch noch Til Schweiger. Denn ja: Der mutmaßlich neue Tatort-Kommissar hatte gestern  einen peinlichen Auftritt in Grünwald bei München:

Die Wirtschaftsvereinigung „Querdenker“ hat Til Schweiger einen Preis verliehen. Und der hat eine gelallte Dankesrede gehalten.
Öffentlich. Und vor Mikrofonen. Wirre politische Äußerungen inklusive.

Dennoch wurde bei Bayern 2  erst mal „Sekt mit Holundersirup“ und „Lachs mit Zweierlei aus Roter Beete und Meerrettich“ serviert:
Bis zum Eklat musste man lange warten. Warum nur?

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